Neue Schnell-Einsatz-Gruppe in Steimbke

Steimbke. Der Startschuss zum Aufbau einer neuen Schnell-Einsatz-Gruppe an der Rettungswache in Steimbke, einem Standort des ASB Nienburg, ist gefallen. Der ASB freut sich über weitere Freiwillige, die zukünftig in Ihrer Freizeit ebenfalls dazu beitragen möchten, dass im Landkreis Nienburg bei Großschadensfällen genügend Helfer zur Verfügung stehen. Die Mitarbeit ist bereits ab 14 Jahren möglich.

Da sitzt jeder Handgriff: SEG-Helfer beim Aufbau eines Schnell-Einsatz-Zeltes.
Foto: ASB/A. Diekmann

Sieben Interessierte, darunter fünf neue Gesichter aus der Samtgemeinde, konnte SEG-Leiter Patrick Frauenreuther zu seiner großen Freude beim ersten Dienstabend begrüßen; beim zweiten waren es schon sechs.

"Freiwillige Feuerwehr" des Rettungsdienstes

Schnell-Einsatz-Gruppen sind praktisch die "Freiwillige Feuerwehr" des Rettungsdienstes; das Ass im Ärmel der Rettungsleitstelle. Sie unterstützen, wenn viele Verletzte gleichzeitig versorgt werden müssen und bestehen aus gut ausgebildeten ehrenamtlichen Helfern, die sofort alarmiert werden können. Insgesamt 8 Einheiten dieser Art gibt es im Landkreis Nienburg bereits. Fünf unter der Leitung des DRK in Hoya, Nienburg, Landesbergen, Lavelsloh und Rehburg; zwei der Johanniter Unfallhilfe in Hoya und Landesbergen und bisher eine vom ASB in Rehburg. Da es je nach Größe und Schwere des Schadensereignisses gar nicht genug Helfer geben kann, ist die neue SEG in Steimbke eine willkommene Ergänzung.

ASB bietet fundierte Einarbeitung und Ausbildung

"Wenn sich die Gruppe in Steimbke stabilisiert hat und alle Helfer einen entsprechenden Ausbildungsstand erreicht haben, erweitern sich unsere Stärke, aber auch mögliche Einsatzbereiche erheblich", freut sich Patrick Frauenreuther schon jetzt. Bis das aber soweit ist, wird es noch einige Zeit dauern. "Wir legen großen Wert auf eine fundierte Einarbeitung sowie eine hochwertige medizinische und technische Ausbildung unserer Helfer", so Frauenreuther. Nur so könne die persönliche Sicherheit des Einzelnen und damit aller gewährleistet werden. "Im Einsatz muss man sich eben auf jeden zu 100 % verlassen können", weiß der 26-Jährige, der seine Mitarbeit in der SEG bereits mit 14 Jahren begonnen hat. Seit 2011 arbeitete er in der Führungsgruppe mit und hat Anfang 2016 die eigenverantwortliche Leitung der ASB-SEG übernommen.

Geschäftsführer sichert volle Unterstützung zu

Kreisgeschäftsführer Jens Sewohl begrüßte das Engagement und sicherte seine volle Unterstützung zu. "Die Idee zur Gründung einer weiteren Einheit an unserem Standort in Steimbke und das gesamte Konzept hat die Führungsebene unserer SEG komplett selbst ausgearbeitet", freute er sich, "Ich brauchte das nur noch abnicken.". Aber genau das ist es, was Sewohl stolz macht. "Was sich hier zeigt, sind die Früchte jahrelanger guter und nachhaltiger Arbeit in diesem Bereich", meint er. So ist es für ihn auch eine Selbstverständlichkeit der neuen Einheit zu gegebener Zeit und nach den vorhandenen Möglichkeiten entsprechendes Material oder auch ein Fahrzeug zur Verfügung zu stellen. "Wir freuen uns aber natürlich auch immer über Spenden, die uns solche Investitionen für die Allgemeinheit erleichtern", lächelt er.

Treffpunkt: jeden Dienstag um 18 Uhr

Die Schnell-Einsatz-Gruppe in Steimbke trifft sich jeden Dienstag ab 18 Uhr an unserer dortigen Rettungswache. Einmal im Monat findet ein gemeinsamer Dienst mit den Rehburger Einsatzkräften abwechselnd in Rehburg und Steimbke statt, damit diese sich kennenlernen und auch als Gesamteinheit zusammenwachsen können. Je nach Ausbildungsstand sei es jedoch für alle neuen Helfer sofort möglich auch bei den Diensten, Veranstaltungen, Übungen oder Sanitätdiensten der Rehburger mitzumachen. (A.D.)

Überlegen Sie, in einem SEG-Team des ASB Niedersachsen mitzumachen? Dann wenden Sie sich bitte an uns oder den ASB in Ihrer Nähe. Wir freuen uns auf Sie.