Bundespräsident Steinmeier besucht die von Lüneburgern gegründete Klinik

Lüneburg/Serekunda. In Berlin versucht Frank-Walter Steinmeier die Parteien dazu zu bringen, endlich eine Regierung zu bilden, 6400 Kilometer entfernt hat sich der Bundespräsident gestern mit ganz anderen Problemen beschäftigt: Der 61-Jährige besuchte eine Klinik in Serekunda, die der Lüneburger ASB vor 15 Jahren in dem westafrikanischen Land Gambia gegründet hat.

Gudrun Lehmbeck (l.) und Beatrice Weigelt begrüßen den Bundespräsidenten.
Foto: nh/hartwig

Die medizinische Leiterin Gudrun Lehmbeck und die Verwaltungschefin Beatrice Weigelt, beide sind in St. Dionys zu Hause, stellten dem Staatsoberhaupt das kleine Krankenhaus vor, das vergangenes Jahr 46000 Patienten versorgt hat – unter nicht einfachen Bedingungen. Ein Beispiel ist die katastrophale Wasserzufuhr. Die über Spenden finanzierte Klinik würde gern einen eigenen Brunnen bohren und hofft auf Hilfe aus Berlin.

Gudrun Lehmbeck schildert den Besuch, der keine Stunde dauerte, so: „Er hat sich Zeit genommen, obwohl das Protokollgedrängt hat. Er meinte: ‚Die fahren nicht ohne mich.'" Auch bei den Einheimischen machte der Deutsche Eindruck: „Alle Gambianer waren sehr erstaunt, dass ein Präsident so nett sein kann, jedem die Hand gibt und keine Berührungsängste hat. Unsere Angestellten sind total begeistert gewesen und viele meinten, dass sie das nie mehr vergessen werden. Und zum Schluss gab es auch noch einige Selfies. Beatrice und ich haben dasselbe empfunden, es gab lockere Dialoge, und es wurde viel gelacht." (ca)

(Quelle: Lüneburger Landeszeitung vom 15.12.17)

Mehr Infos auf der Website des ASB Gambia oder der Facebook-Seite der Klinik


Bildergalerie

  • Im Rahmen seiner Westafrikareise besuchte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auch die Klinik des ASB Gambia und nahm sich viel Zeit für Gespräche mit Mitarbeitern und Patienten.
    Foto: Bundespresseamt/Denzel
  • Bundesgeschäftsführer Ulrich Bauch berichtet, dass Bundespräsident Steinmeier sich sehr positiv über die Arbeit der Klinik äußerte. "Dieses Lob gebe ich gerne weiter."
    Foto: Bundespresseamt/Denzel
  • Auch die Patienten der Klinik in Serrekunda freuten sich über die Möglichkeit, mit dem Bundespräsidenten zu sprechen.
    Foto: Bundespresseamt/Denzel