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10.09.2015

Spenden willkommen

ASB betreut Flüchtlinge in Adelebsen (Göttingen) und Uetze (Hannover)

Essensausgabe an Flüchtlinge in Adelebsen (Foto: ASB/J. Heumann-Friedrichs)
Kleiderspende für Flüchtlinge in Adelebsen (Foto: ASB/M. Güttler)

Der ASB ist weltweit im Einsatz für Flüchtlinge - auch in Niedersachsen. In Adelebsen bei Göttingen und Uetze bei Hannover betreut er Hunderte von Flüchtlingen. Auch Bürgerinnen und Bürger können helfen.

Als im Juli die Albert-Schweitzer-Schule in Adelebsen bei Göttingen wegen sinkender Schülerzahlen schloss, zitierte das "Göttinger Tageblatt" eine ehemalige Schülerin: "Man kann sich gar nicht vorstellen, was jetzt aus dem großen Gebäude werden kann." Und, so die Zeitung weiter: "Das weiß auch der Landkreis noch nicht." Doch jetzt hört man im gerade noch verwaisten Schulgebäude wieder Kinderstimmen. Rund 200 Flüchtlinge sind hier untergekommen – die weitaus meisten aus Syrien, aber auch aus Afghanistan, Eritrea, Pakistan, Russland und dem Iran.

Am 28.8.2015 beauftragte die niedersächsische Landesregierung den ASB damit, eine Flüchtlingsunterkunft zu errichten. Wo früher Haupt- und Realschüler lernten, richteten die ehrenamtlichen ASB-Katastrophenschützer in Windeseile Aufenthalts- und Schlafräume mit Feldbetten ein, eine Essensausgabe und einen Sanitätsraum für die medizinische Erstuntersuchung und Versorgung. Bereits am Folgetag, Samstagvormittag, kamen die ersten Flüchtlinge an. Jetzt gilt das Gebäude als Außenstelle des Grenz-Durchgangslagers Friedland.

Der ASB mobilisierte zunächst die ehrenamtlichen Schnell-Einsatz-Gruppen der Verbände Göttingen-Stadt, Northeim-Osterode, Hannover-Land, Hannover-Stadt und Lüneburg. Zur Verstärkung reisten auch ASB-Helfer der Verbände Braunschweiger Land, Helmstedt, Nienburg, Peine und sogar aus Stralsund/Mecklenburg-Vorpommern an.

Rund um die Uhr sind durchschnittlich 20 pro Schicht im Einsatz. Sie helfen auch bei Behördengängen. Man verständigt sich bei Bedarf mit einem Dolmetscher, meist aber auf Englisch. Marc-Oliver Berndt vom ASB-Ortsverband Hannover-Stadt: "Die Flüchtlinge sind uns gegenüber sehr freundlich und respektvoll. Persönlich macht es einen betroffen, wenn man die Geschichten hinter den einzelnen Personen sieht, die u.a. Ärzte und Ingenieure sind."

Auch die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung ist groß, viele geben z.B. Kleidung im Rathaus ab. Der ASB dankt allen Spendern und Helfern.

Nun geht die Flüchtlingsunterkunft vom Notbetrieb in den Regelbetrieb über. Da die ehrenamtlich Engagierten nicht auf Dauer alles stemmen können, übernimmt der ASB-Kreisverband Hannover-Land/Schaumburg die Regie und stellt hauptamtliche Kräfte ein.

Auch in Lüchow im Wendland sind ASB-Helfer gemeinsam mit der Johanniter-Unfallhilfe (JUH) je nach Anforderung im Einsatz. Und ein weiteres dauerhaftes Engagement ist jetzt hinzugekommen. Der ASB-Ortsverband Hannover-Stadt, unterstützt vom Kreisverband Nienburg, hat gemeinsam mit den Johannitern und dem Deutschen Roten Kreuz in Uetze (Region Hannover) eine neue Flüchtlingsunterkunft im Gebäude der Stötzner-Schule eingerichtet, die ebenfalls gerade geschlossen wurde. Gestern abend (9. September) kamen die ersten 108 Flüchtlinge mit Bussen an. Auch sie stammen hauptsächlich aus Syrien.

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Spendenkonto:

ASB Hannover-Stadt
"Stichwort Flüchtlingshilfe"
IBAN: DE94251205100007495100
BIC (Swift): BFSWDE33HAN
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Aktuell sucht der ASB Hannover-Stadt für das Flüchtlingsheim in Uetze insbesondere Kinderbetten, -spielzeug und -hygieneartikel wie Windeln. Außerdem Freiwillige, z.B. Dolmetscher für Arabisch und Kurdisch. Bitte wenden Sie sich an die Telefonzentrale des ASB:

Tel. 0511 / 35854-0

Weitere Informationen zu Möglichkeiten, wie Sie helfen können - z.B. mit einer Spenden-SMS - finden Sie auf der Website des ASB-Bundesverbandes.

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