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08.09.2011

ASB Heimgesellschaften beteiligen sich an der Ausbildungsoffensive in der Altenpflege des Landes Niedersachsen.

Landtagsabgeordneter Dr. Max Matthiesen zu Gast im ASB Altenpflegeheim Egestorf.

Foto: ASB/A. Diekmann

Egestorf. Zu einem Gespräch über die "Pflegeoffensive" der CDU Niedersachsen war Dr. Max Matthiesen, Landtagsabgeordneter der Partei, am Dienstag Vormittag zu Gast im ASB Seniorenpflegezentrum in Barsinghausen-Egestorf.  

"Wir wollen die Pflege fit machen für die nächsten Jahre und Jahrzehnte", erklärte er den geladenen Vertretern vom Arbeiter-Samariter-Bund und der Presse. Als zentrale Ziele der Offensive nannte er die Verbesserung Pflegefinanzierung sowie die Verbesserung der Anerkennung von Pflege und Pflegeberufen durch die Gesellschaft. 
In Hinblick auf ersteres diskutiere man derzeit darüber, ob und wie die Umlagefinanzierung der Pflege möglicherweise durch eine Privatversicherung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer innerhalb der gesetzlichen Pflegeversicherung zu ergänzen sei, verriet er. 
Zur Verbesserung der Attraktivität der Pflegeberufe sind bereits zwei konkrete Initiativen der Landesregierung angelaufen. Im Herbst 2011 und im Frühjahr 2012 starten die Aktionswochen der Altenpflegeausbildung. Darin sollen Altenpflegeschülerinnen und -schüler für ihr Berufsfeld werben und mit Schülerinnen und Schülern an allgemeinbildenden Schulen in Kontakt treten. Die sich in der Gründung befindende Stiftung "Zukunft Altenpflegeausbildung" unterstützt diese Aktionswochen und stellt kooperierenden Altenpflegeschulen auf Antrag je 1000 Euro zu Verfügung. 
Wunsch der CDU sei es nun, dass sich auch Pflegeeinrichtungen, wie die des ASB, an den Aktionswochen beteiligen und ihre Türen zum Beispiel für Tage der offenen Tür, Praktika oder Schnuppertage öffnen. 

Michael Bartling, Landesgeschäftsführer und Geschäftsführer der Pflegeeinrichtungen des ASB, begrüßte die Initiative der CDU und sagte die Beteiligung der Samariter zu. 
Der ASB sei ohnehin seit langer Zeit darum bemüht, dem Fachkräftemangel im Pflegebereich entgegenzuwirken und begleite in seinen Einrichtungen in Egestorf und Rodenberg regelmäßig zwei Auszubildende. 

Als Wunsch gab Bartling Matthiesen mit auf den Weg über eine Änderung und damit zeitgemäße Anpassung der alten Heimpersonalverordnung nachzudenken. Insbesondere eine offenere Gestaltung des Verteilungsschlüssels der Pflegefachkräfte in stationären und teilstationären Einrichtungen würde vieles erleichtern, sagte er. 

Anschließend gab es beim Besuch eines Beschäftigungsangebotes für Presse und Politik die Möglichkeit zu einem unmittelbaren Einblick in den Alltag der Seniorenpflegeeinrichtung. 
Besonderen Applaus und Begeisterung des Landtagsabgeordneten erntete Bartling für das Motto: "Kein Mitarbeiter verlässt das Haus ohne ein Bewohner." Das alltagsnahe Konzept der ASB-Pflegeeinrichtungen sieht dabei vor, dass die Mitarbeiter bei notwendigen Einkäufen oder Betriebsfahrten immer einen Bewohner mitnehmen. 
Weiteren Zuspruch erhielt daneben Werner Guder, stellvertretender Kreisverbandsvorsitzender des ASB Hannover-Land/Schaumburg für den Apell, die guten Übernahmeprognosen von Auszubildenden in der Pflege deutlicher zu kommunizieren. 

"Als erster Kooperationspartner des Landes Niedersachen bei den Aktionstagen der Altenpflegeausbildung  laden wir mit heutigem Datum bereits alle Interessierten ein, sich in unseren Einrichtungen über die Ausbildung für die Pflege zu informieren," schloss Michael Bartling die Versammlung.