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27.10.2016

Katastrophenschutz

ASB Niedersachsen unterstützt NATO-Übung

ASB-Einsatzkräfte berichten Harald Kreft (ASB-Landesfachdienstleiter Katastrophenschutz) vom Einsatz (v. l.: Matthias Henze, Harald Kreft, Gordon Ohlendorf, Matthias Maage, Marco Bloise). Foto: ASB/A. Droba
Ein Rollenspieler (re.) stellt einen Mitarbeiter der Vereinten Nationen dar. In der Übungssprache Englisch erläutert er Soldatinnen und Soldaten das "Lagebild". Das Fernmelder-Team des ASB stellt mit dem Einsatzleitwagen die Kommunikation über Telefon und Internet sicher. (Foto: ASB/A. Droba)
Der ASB arbeitet bei der Übung mit vielen anderen militärischen und zivilen Organisationen eng zusammen. (Foto: Pressezentrum JC 16 Bundeswehr)

Nienburg. Es ist weltweit die größte Übung, in der es ausschließlich um zivil-militärische Zusammenarbeit geht: die NATO-Übung "Joint Cooperation 2016". Das heißt: nicht etwa militärische Kampfhandlungen werden geübt, sondern die Zusammenarbeit mit zivilen Partnern wie Hilfsorganisationen.

Vom 21. bis 28. Oktober 2016 proben in einem ausgedehnten Gebiet in und um Nienburg (1.800 Quadratkilometer) 325 Soldatinnen und Soldaten sowie rund 100 "Rollenspieler" den Einsatz für notleidende Menschen in Krisenregionen und Katastrophengebieten.

Der ASB-Kreisverband Nienburg sorgt für die Logistik, liefert Material, Strom und Heizung am Standort Marktplatz. Gerne sind die Nienburger Samariter auch Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger, die Fragen zur Übung haben.

Für das Koordinieren von Einheiten und das Sicherstellen der Kommunikation via Telefon und Internet setzt die NATO auf die Fernmelder des ASB Niedersachsen mit dem neuen, modern ausgestatteten ASB-Einsatzleitwagen auf dem Nienburger Marktplatz. Der Wagen war erst Ende April in Betrieb genommen worden.

Übungsziel: Zusammenarbeit proben

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Übung kommen aus 20 Ländern. Neben der Bundeswehr und ihren internationalen militärischen Partnern sowie den Hilfsorganisationen sind auch lokale Behörden wie Kommunalverwaltung und Polizei als "Rollenspieler" eingebunden; außerdem Zoll, Feuerwehr sowie Akteure aus der regionalen Politik und Wirtschaft sowie Bürgerinnen und Bürger.

Ein Unglück kommt selten allein - Krisen und Katastrophen

Das Übungs-Szenario: In einem fiktiven Land, in dem es ohnehin schon politisch kriselt, findet eine NATO-Übung statt. Doch dann ereignet sich ein Erdbeben, das das Land und seine NATO-Verbündeten zu einem Neuansatz der Kräfte zwingt. Die Teilnehmer müssen ein ziviles Lagebild erstellen und in engem Austausch mit der Bevölkerung, den Machthabern sowie humanitären und Regierungs-Organisationen bis hin zu den Vereinten Nationen stehen. Zu allem Überfluss muss dann noch ein inszeniertes schweres Zugunglück bewältigt werden.

Weltweit größte Übung ihrer Art

Die jährliche Übung "Joint Cooperation" findet bereits zum sechsten Mal statt. Sie ist nicht nur weltweit die größte Übung, in der es ausschließlich um zivil-militärischer Zusammenarbeit geht (kurz ZMZ; englisch "Civil-Military Cooperation", CIMIC). Sie ist auch innerhalb der NATO überhaupt die einzige Übung dieser Art.

Federführend ist das Zentrum zivil-militärische Zusammenarbeit der Bundeswehr mit Sitz in der Clausewitz-Kaserne in Nienburg-Langendamm. Dem ASB ist das Gelände gut bekannt, denn er hatte hier von September 2015 bis Juni 2016 eine Flüchtlingsunterkunft betrieben.

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