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15.10.2016

Auslandshilfe

Hilfe nach Erdbeben: internationale Übung in Celle

Fotos: ASB/Hannibal
Der ehemalige Truppenübungsplatz bot mit Schuttbergen eine realistische Kullisse für das Erdbeben-Szenario
Aufbau einer Trinkwasseraufbereitungs-Anlage
Johannes Gust aus dem Vorstand des ASB Niedersachsen (li.) mit Teilnehmern (v.li.): Lisa Hinzmann (ASB Osnabrück), Jan Mößinger (ASB Nienburg), Johannes Danz (ASB Hannover-Stadt), Lars Fehrentz (ehem. ASB Osnabrück, jetzt Medizinstudent in Würzburg)

Celle-Scheuen. Rund 200 Teilnehmer von ASB und Johanniter-Auslandshilfe aus Deutschland, Österreich und Finnland haben heute den Katastropheneinsatz im Ausland trainiert. Übungs-Szenario war ein Erdbeben. Auf dem Übungsplatz der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz in Celle-Scheuen wurden "Verletzte" mit täuschend echt geschminkten Wunden aus Schuttbergen geborgen und versorgt. Außerdem wurden die ehrenamtlichen Soforthelferinnen und -helfer in einem Workshop zum Thema Epidemiologie geschult, also z.B. den Ursachen, der Verbreitung und den Folgen von Krankheiten nach einer Naturkatastrophe.

Der ASB und die Johanniter sind Partner im Bündnis "Aktion Deutschland Hilft" und arbeiten beispielsweise gerade in Haiti zusammen, um den Betroffenen des Hurrikans Matthew zu helfen.

Anlass der gemeinsamen Übung: ASB und Johanniter haben sich bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für die Registrierung zu sogenannten "Emergency Medical Teams" (EMT) beworben. Mit diesem neuen Standard will die WHO erreichen, dass medizinische Teams nach Katastrophen unter einheitlichen Bedingungen gemeinsam schnelle und koordinierte Hilfe leisten. Das Schnelleinsatz-Team des ASB für Auslandseinsätze (FAST) und das Einsatzteam der Johanniter wollten bei der Übung also nicht nur lernen, sondern auch einen gelungenen medizinischen Soforthilfe-Einsatz gemäß den Anforderungen der WHO demonstrieren.

Und das hat offenbar bestens geklappt. Jorge Salamanca Rubio ist von der WHO beauftragt, den Registrierungsprozess zu begleiten. "Es war sehr beeindruckend, die Teams der Johanniter und des ASB in Aktion beobachten zu können", sagt er. "So stellen wir uns die Arbeit von medizinischen Teams im Katastrophenfall vor."


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