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25.01.2017

ASB-Klinik Gambia

Machtwechsel in Gambia: ASB-Klinik hält Betrieb aufrecht

Mitarbeiter des ASB Gambia mit Teilnehmern einer Motorrad-Rallye 2016 (3. v.re.: Gudrun Lehmbeck; 5. v.re.: Beatrice Weigelt; hinter ihnen der Schauspieler Ronald Zehrfeld) Foto: ASB Gambia
Anders als 2014 wird in diesem Jahr die Spendenfahrt die Wüste auf öffentlichen Straßen durchqueren - aus Sicherheitsgründen und um die Autos nicht über die Maßen zu strapazieren. Schließlich sollen sie am Ziel für den guten Zweck verkauft werden. (Foto: Drive to Help e.V.)
Der Künstler Gerrit Fischer (Mitte) mit Inke Maleen Beese und Michael Berg vom ASB-Ortsverband Hamburg-Mitte. Die beiden werden den bunten Unimog bei der Rallye nach Gambia fahren.
Gerrit Fischer wird zur Ankunft der Rallye nach Gambia fliegen und die Klinik-Fassade in einem ähnlichen Stil dekorieren wir den Unimog. (2 Fotos: Sina Schulte)
Dieses Kunstwerk können Sie für den guten Zweck ersteigern (Foto: Drive to Help e.V./Norbert Then)

Nach der dramatischen Entmachtung von Präsident Jammeh im westafrikanischen Gambia bleiben die Menschen zuhause, viele Institutionen sind geschlossen; auch Ambulanzen und Entbindungskliniken. Die ASB-Klinik in Serrekunda dagegen bleibt geöffnet. Hochschwangere werden von ihren Angehörigen auf Motorrädern in das Krankenhaus gebracht, weil viele Einheimische kein Auto besitzen und Taxis nicht fahren. Auch einige Krankenschwestern übernachten in der Klinik, weil sie nicht nach Hause kommen. Die vom ASB Lüneburg mitgegründete Klinik hatte sich rechtzeitig mit Diesel, Wasser- und Nahrungsmittelvorräten eingedeckt.

ASB Gambia: "Das war ein Thriller"

Jammeh hatte das Land 22 Jahre lang mit harter Hand regiert, auch die Klinik litt unter Repressalien. Im Dezember war er abgewählt worden, weigerte sich aber zunächst, die Macht abzugeben. Im Rücken hatte er loyale Teile des Militärs und Söldnertruppen. Es folgte eine wochenlange Krise, eine gewaltsame Eskalation drohte. Rund 2000 Touristen wurden evakuiert.

"Das war kein Krimi, sondern ein Thriller", so Klinikleiterin Gudrun Lehmbeck vom ASB Lüneburg, die zurzeit in Deutschland ist, u.a. um sich um Hilfsgüter zu kümmern. "Wir haben alle kaum geschlafen, sondern uns über Internet und soziale Medien informiert und ausgetauscht. Keiner wusste, wie es weitergeht."

Jetzt ist Jammeh nach Äquatorialguinea ins Exil abgereist, offenbar hat er rund 11 Millionen Euro aus der Staatskasse und einen Teil seines Luxus-Fuhrparks mitgenommen.

Spendenfahrt soll im März wie geplant stattfinden

Nach Aufhebung des Ausnahmezustandes sieht es momentan so aus, als könne die für März geplante Benefiz-Rallye stattfinden. Wie 2014 startet der Verein "Drive to help" am 19.3. mit 18 Teilnehmern und neun Autos in Richtung der ASB-Klinik. Dort werden sie ihre Fahrzeuge verkaufen und den Erlös der Klinik spenden.

Eines wird nicht verkauft: Ein vom Urban-Art-Künstler Gerrit Fischer (Künstlername: Brozilla) gestalteter Unimog soll in Gambia als mobile Zahnarztpraxis dienen.

Für die Unterstützung des Projektes konnte außerdem der Künstler Norbert Then gewonnen werden. Er gestaltete eine zweiteilige Plastik, die nun zur Versteigerung steht. Das Element "Freiheit" wird in der ASB-Klinik ausgestellt, der Gegenpart "Dynamischer Traumfänger" kann bald bei Ihnen zuhause sein. Zuvor soll das Werk an vielen Orten der Reise fotografiert werden in der Wüste wie im Gebirge. Die Auktion läuft ab sofort über die Website von "Drive to Help e.V.". Wer den Zuschlag erhält, entscheidet sich am 10.04.2017 um genau 22 Uhr.

Zur Versteigerung

 

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