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03.06.2009

Neun neue Feldköche für den ASB Niedersachsen.

[Niedersachsen] "Ohne Mampf kein Kampf": Niedersächsische Samariter abolvieren erfolgreich Feldkochlehrgang in Wiesbaden.

Hier verderben viele Köche NICHT den Brei: Die Feldköche im Einsatz. [Foto: ASB Nienburg/R. Mackeben]

Niedersachsen/Wiesbaden. „Ohne Mampf kein Kampf“, so heißt es immer wieder humorvoll unter den ehrenamtlichen Hel­fer­in­nen und Helfern der Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG) des ASB in Niedersachsen. Sie sind in Ihrer Freizeit für Menschen im Einsatz – bei Großveranstaltungen oder Großschadensfällen, im Sa­ni­täts- oder Katastrophenschutzdienst. 

 

Trotz der Scherzhaftigkeit steckt in dieser Phrase aber viel Wahrheit. Immer dann wenn Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­o­nen zum Einsatz kommen, immer wenn viele Menschen von einem Schadensereignis be­trof­fen sind oder auf Großveranstaltungen zusammen kommen, ist die Frage nach der Ver­pfle­gung von Einsatzkräften, Betroffenen oder Besuchern ein zentraler Punkt für eine professionelle Durchführung oder Abwicklung des Einsatzes.
Aus diesem Grund haben bereits viele SEGn des ASB rund um Ihre Feldküchen, die nicht selten alte Erbstücke der Bundeswehr sind und von den Helfern in zahlreichen Stunden freiwilliger Ar­beit ganz neu aufgearbeitet wurden, so genannte Versorgungstrupps gegründet. 

 

„Doch die Verpflegung von Vielen will auch gelernt sein“, berichtet Regina Mackeben. Mackeben, die „im normalen Leben“ als Rettungsassistentin beim ASB Kreisverband Nienburg in Rehburg-Loccum angestellt ist, betätigt sich bereits seit vielen Jahren ehrenamtlich im Versorgungstrupp. Sie weiß, dass ein „Dinner für Viele“ nicht so einfach geplant und gekocht ist. Im Hintergrund einer professionellen Verpflegung stünden viele Fragen: Wie muss mit einer Feldküche um­ge­gan­gen werden? Wie wird eine Verpflegung fachgerecht in einer Feldküche zubereitet? Wie werden die Mengen für eine große Personenzahl berechnet? Welche gesetzlichen Anforderungen gibt es an Lebensmittelverarbeitung und Hygiene?

 

Um ihre Erfahrungen nun auch theoretisch fundiert zu untermauern, besuchten insgesamt 9 nie­der­sächs­ische ASB-Helfer/innen aus Barsinghausen, Rehburg-Loccum und Göttingen über Him­mel­fahrt einen 4tägigen Feldkochlehrgang vom ASB Landesverband Hessen in Wiesbaden.
Eingemietet hatten sie sich gemeinsam mit 15 weiteren Teilnehmer/innen aus anderen bun­des­wei­ten ASB-Gliederungen und Ihren Referenten dort auf dem Gelände der Berufsfeuerwehr, was den Feuerwehrmännern und –frauen auch zugute kam. Nachdem die theoretischen Einheiten des Lehrgangs abgearbeitet waren, kochten die frischgebackenen Feldköche nämlich gemeinsam ein ausgewogenes Mahl für insgesamt 120 Feuerwehrleute. 

 

„Es war sehr eindrucksvoll, den erfahrenen Feldköchen über die Schulter zu schauen und von ih­nen zu lernen“, erzählt Regina Mackeben, die genauso wie die anderen Anwesenden den Kolle­gin­nen und Kollegen Ihrer Versorgungstrupps nun viele neu gewonnene Kenntnisse weitergeben kann.