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23.03.2009

Planungen für neue ASB-Tagespflege in Varel angelaufen.

Von: C. Koopmeiners (Nordwest-Zeitung, Oldenburg)

[Wilhelmshaven/Varel] Kreisverband Wilhelmshaven/Friesland baut ASB-Ta­ges­pfle­ge in Varel. 

ASB-Geschäftsführer Michael Bart­ling (rechts) und Architekt Hartmut Kapels schauen sich vor dem Gelände am Bahnhof den Plan für die Tagespflege an. [Foto: NWZ/C. Koopmeiners]

Varel. Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Kreisverband Wilhelmshaven/Friesland baut nahe des Bahn­hofs in Varel eine Tagespflegeeinrichtung für demenzkranke Menschen. „Es wird die erste im Landkreis Friesland sein“, sagt Geschäftsführer Michael Bartling. Der ASB trage damit in Ab­sprache mit dem Landkreis der demografischen Entwicklung im südlichen Friesland Rechnung. In Wil­helms­ha­ven sei der ASB seit zwölf Jahren in der Tagespflege tätig. Die Einrichtung sei damals die erste ihrer Art in Niedersachsen gewesen und mehrfach für ihre Arbeit ausgezeichnet worden. Aus Va­rel würden seit Jahren Demenzkranke nach Wil­helms­ha­ven gebracht. Derzeit seien es acht Personen. 

 

In Varel soll im Frühjahr mit dem Bau der Demenz-Tagespflege mit 15 Plätzen begonnen werden. „Genutzt werden sie aber von mehr Personen, da die wenigsten von montags bis frei­tags be­treut werden, sondern oft nur an einzelnen Tagen“, erklärt Bartling. In Wil­helms­ha­ven gebe es auch 15 Plätze. Betreut würden dort insgesamt 50 Personen. Für Va­rel ist auch eine Betreuung fürs Wochenende vorgesehen. 

 

Der ASB hat neben dem früheren Güterschuppen am Bahnhof ein 2400 Quadratmeter großes Gelände von der Stadt Varel gekauft und investiert 500 000 Euro. Wie Architekt Hartmut Kapels erläuterte, entsteht ein eingeschossiges behindertengerechtes Gebäude mit einer Nutzfläche von 300 Quadrametern. Vorgesehen sind ein Aufenthaltsraum, ein Mehr­zweck­raum, ein Ru­he­raum, Büros, Pflegeräume, Sanitäranlagen und eine sogenannte The­ra­pie­küche, in der auch die Tagesgäste kochen können. Sechs Altenpflegerinnen, Kran­ken­schwes­tern und Heil­er­zieh­ungs­pfle­ger­innen werden sich um die Tagesgäste küm­mern. „Es entsteht auch ein größerer Garten mit vielen Wegen, weil De­menz­kran­ke ei­nen großen Be­we­gungs­drang haben“, erklärte Bartling. 

 

Er betonte, dass es dem ASB wichtig sei, dass sich Pflegebedürftige und ihre Familien gut ver­sorgt fühlen. Wenn Angehörige immer wieder neue Kraft schöpfen könnten und die De­menz­kran­ken die Tagespflege gerne besuchten, könne die häusliche Pflege und Betreuung für einen lan­gen Zeitraum sichergestellt werden. Bartling geht davon aus, dass der Umzug in ein Pflegeheim durchaus um zehn Jahre hinausgezögert oder sogar vermieden werden kann. 

 

Zahlen, wie viele demenzkranke Menschen es im Landkreis Friesland leben, liegen nach Aus­sa­gen des ASB-Geschäftsführers nicht vor, weil es keinen Altenhilfeplan gibt. In Wil­helms­ha­ven mit seinen 83 000 Einwohnern seien 1000 Personen an Demenz erkrankt. In der dor­ti­gen Ta­ges­pfle­ge betrage der Altersdurchschnitt 75 Jahre, die jüngsten Tagesgäste sei­en knapp 60 Jahre alt. 

 

Am 1. September will der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Kreisverband Wil­hems­ha­ven/Fries­land, neben dem Bahnhof die Tagespflegeeinrichtung für demenzkranke Men­schen errichten. 

 

Geöffnet sein wird die Tagespflege montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr. Die Pflegeplätze kön­nen tageweise gebucht werden. Bei Bedarf ist auch eine Wochenendbetreuung vor­ge­se­hen. 

 

500 000 Euro investiert der ASB in die neue Tagespflegeeinrichtung mit 15 Plätzen. Pro Tag muss ein Demenzkranker elf Euro bezahlen. Aus der Pflegekasse kommen 25 Euro hinzu. Das Land Niedersachsen gibt einen Investitionskostenzuschuss.