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13.07.2009

Sebastian Edathy absolviert Erste Hilfe Lehrgang beim ASB Kreisverband Nienburg.

[Rehburg/Stolzenau] MdB frischt Erste-Hilfe-Kennt­nis­se von 1988 auf. 

[Foto: ASB/A.Schwerdt]

Stolzenau. Überrascht zeigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Erste-Hilfe-Lehrgangs beim ASB Kreisverband Nienburg in Stolzenau am vergangenen Wochenende als Sebastian Edathy, Mit­glied des Deutschen Bundestages, zur Tür herein kam. 

Noch überraschter waren sie allerdings, als sie erfuhren, dass Edathy dem Lehrgang ebenfalls als Teilnehmer beiwohnen würde. 

 

„Durch neue Erkenntnisse hat sich vieles verändert und ist auch einfacher geworden.“ Außerdem habe man, wenn man selbst in Not gerate, die Hoffnung, dass andere auch nicht hilflos daneben stünden, erklärte er.
Edathy, der seine letzte Ausbildung in dieser Form bereits 1988 wie viele Mitbürgerinnen und Mit­bür­ger für den Erwerb des Führerscheins absolvierte, hatte sich aus dieser Selbstüberzeugung heraus entschlossen, seine Erste Hilfe Kenntnisse freiwillig aufzufrischen. 

 

Geschäftsführer und Landesausbildungsleiter Jens Sewohl, der auch heute noch regelmäßig den haupt- oder ehrenamtlichen Rettungswagen des ASB Kreisverbandes besetzt, weiß: „Es besteht zwar keine Verpflichtung zum Training der Erste Hilfe Kenntnisse, aber wir wünschen uns oft mehr Menschen, die sich freiwillig dazu entscheiden.“ Seine Erfahrungen und die seiner Ko­lle­gin­nen und Kollegen würden belegen, dass die Handgriffe nach einiger Zeit doch in Vergessenheit geraten. Insofern sei die Entscheidung des Politikers ein gutes Beispiel. 

 

Einen Politikerbonus gab es für Edathy während des Lehrgangs allerdings nicht.
Nachdem die theoretischen Grundlagen zur Rettungskette, der Absicherung von Unfallstellen, dem Umgang mit Notfallpatienten sowie Bewusstseins- und Atemstörungen abgearbeitet waren, wachte ASB-Ausbilder Matthias Henze bei ihm ebenso wie bei allen anderen Teilnehmern mit Ar­gus­au­gen über die korrekte Durchführung der Herz-Lungen-Wiederbelebung und der Helm­ab­nah­me bei einem bewusstlosen Motorradfahrer. 

 

Am Ende konnte Henze im Auftrag des ASBs mit ruhigem Gewissen die Teilnahmebescheinigung aushändigen. „Gut gemacht“, lobte er. Überzeugt von Qualität und Inhalt der ASB-Ausbildung sag­te Edathy: „Es ist schon sinnvoll alle paar Jahre seine Erste Hilfe Kenntnisse auf­zu­frisch­en.“