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07.11.2014

Pflegestärkungsgesetz

Verbesserte Bedingungen bei Pflegestufe 0

Tagsüber gemeinsam, abends zuhause: Tagespflege-Einrichtung des ASB Niedersachsen (Foto: ASB/F. Zanettini)

Gute Nachrichten für viele Pflegebedürftige und ihre Angehörigen: Ab 1.1.2015 bringt das neue "Pflegestärkungsgesetz" besonders für die häusliche Pflege erhebliche Verbesserungen. Der Bundesrat hat ihm heute zugestimmt.

ASB-Landesgeschäftsführer Michael Bartling:
"Schon seit vielen Jahren ist es das erklärte Ziel des ASB in Niedersachsen, dass Pflegebedürftige so lange wie möglich zuhause wohnen bleiben können, also der Umzug in ein Pflegeheim vermieden wird. Dafür baut der ASB sein Angebot an ambulanter Pflege und Tagespflege-Einrichtungen laufend aus. Diese sind z. B. ideal, wenn pflegende Angehörige tagsüber bei der Arbeit sind oder auch an einzelnen Tagen Entlastung benötigen."

In dieselbe Richtung stößt nun der Gesetzgeber vor – mit zahlreichen Fördermaßnahmen für die häusliche Pflege.

Eine besondere Verbesserung gibt es für die sogenannte Pflegestufe 0. Betroffen sind Menschen, die eine "erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz" besitzen, jedoch noch keiner herkömmlichen Pflegestufe zugerechnet werden – gemeint sind vor allem Demenzkranke. Ab 2015 zahlen die Pflegekassen diesen Menschen erstmals einen Betrag von monatlich 231 Euro für Besuche einer teilstationären Einrichtung dazu, z. B. einer Tagespflege-Einrichtung. Besonders erfreulich: Die Kostenübernahme wird nicht mit anderen Leistungen – wie dem Pflegegeld oder den Sachleistungen – verrechnet.

Einige weitere Verbesserungen:

  • Das Pflegegeld und die Sachleistungen für die häusliche Pflege werden für alle Pflegebedürftigen um 4 % erhöht (bzw. um 2,67 %, soweit die betreffende Leistung erst 2012 durch das Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz eingeführt wurde).
  • Die Ansprüche auf Kurzzeit- und Verhinderungspflege (z. B. wenn pflegende Angehörige in den Urlaub fahren möchten) steigen – auf insgesamt bis zu 8 Wochen.
  • Für eine Verbesserung des Wohnumfeldes – sprich Umbaumaßnahmen oder technische Hilfen im Haushalt – steigen die Zuschüsse von derzeit 2557 Euro pro Maßnahme auf 4000 Euro.