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05.11.2015

Flüchtlingshilfe

Weltweites Medieninteresse in Sumte

Jens Meier (3.v.r.) wird von den Medienvertretern interviewt. [Foto: ASB/Michael Güttler]

Das niedersächsische Sumte ist mit seinen 100 Einwohnern ein kleiner ruhiger und beschaulicher Ort in Niedersachsen. Im Oktober erlangte Sumte eine weltweite Aufmerksamkeit durch die vorgesehene Aufnahme von 1.000 Flüchtlingen in einem leerstehendem Bürokomplex.

Der Betrieb der Unterkunft wird durch den Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) aus Niedersachsen sichergestellt. Durch das Verhältnis von 10 (Flüchtlingen) zu 1 (Einwohner) erlangte das Dorf weltweite Berühmtheit. In emotionalen Veranstaltungen berichteten die Sumter über ihre Sorgen und manch einer fand sich mit seinem Aussagen in den ausländischen Medien wie der New York Times wieder.

Der ASB bereitete die Unterkunft für 500 Flüchtlinge vor, deren Gesamtzahl reduziert wurde. Am Montag war es soweit und die Ankunft der ersten Flüchtlinge wurde erwartet. In den Morgenstunden bauten bereits die ersten Fernsehteams ihre Kameras auf, um von dem Ereignis berichten zu können. Die ASB-Sprecher Annegret Droba (Landesverband Niedersachsen), Michael Güttler (Ortsverband Hannover-Stadt), Gordon Ohlendorf (Kreisverband Hannover-Land/Schaumburg) und Joschka Schiller (Kreisverband Lüneburg) kümmerten sich den ganzen Tag um die Medienvertreter der in- und ausländischen Presse.

Erste Stellungnahme in Sumte

Um 10:00 Uhr traten Jens Meier, Geschäftsführer vom Kreisverband Hannover-Land/Schaumburg und Einrichtungsleiter, sowie Andrea Schröder-Ehlers, stellvertretende Landesvorsitzende des ASB Niedersachsen, vor die Medienvertreter und beantworteten die zahlreichen Fragen zur aktuellen Lage. Wann werden die ersten Flüchtlinge erwartet? Wieviele Personen werden ankommen? Welche Nationalitäten besitzen die Flüchtlinge?

Nach dem Interview wurden die individuellen Anfragen der Medienvertreter beantwortet und auch der Wunsch mit einer Drohne ein Foto von dem Gebäude aufzunehmen wurde nachgekommen. "Das Medieninteresse aus dem Ausland ist weiterhin ungebrochen. Heute morgen hat sich u.a. noch ein Fernsehteam aus Japan angekündigt", erzählte Annegret Droba vom Landesverband. Daneben gab es noch Kamerateams aus England und Russland sowie einem arabischen Nachrichtensender. 

Rundgang für Medienvertreter

Während der Wartezeit konnten sich die Pressevertreter in einem seperaten Raum aufhalten und wurden mit Kaffee und warmer Suppe versorgt. Um 14:00 Uhr gab es ein kurze Pressekonferenz und aktuelle Informationen wurden mitgeteilt. Zwischenzeitlich gab es Liveschaltungen von Fernsehsendern, die die Zuschauer über die aktuellen Ereignisse informierten. Gegen 20:00 Uhr fuhr dann der erste Bus vor und Kameras nahmen die Ankunft auf. Später folgten noch zwei Szenen bei der Registrierung und der medizinischen Erstuntersuchung. Im Anschluss folgte eine Pressekonferenz mit dem Einrichtungsleiter, wo die wichtigsten Ereignisse des Tages zusammengefasst wurden. 

"Wir sind mit dem heutigen Ablauf sehr zufrieden und die Zusammenarbeit mit den Medienvertretern verlief größtenteils ohne Komplikationen. Der ASB versucht sicherzustellen, dass die Persönlichkeitsrechte und die Privatsphäre der Flüchtlinge geschützt werden. Es gibt Fälle, wo die Flüchtlinge in ihrem Herkunftsland mit dem Leben bedroht werden. Im Ausland gilt ein anderes Verständnis gegenüber den persönlichen Daten als in Deutschland", betonte Michael Güttler am Ende des Tages.

Bilder vom Medieninteresse in Sumte

Weitere Bilder vom Medieninteresse in der Notunterkunft Sumte sind in der ASB-Bildergalerie bei Flickr verfügbar.