Quirliger Verband: 50 Jahre ASB in der Region Hannover und Schaumburg

15.000 Mitglieder, 220 Mitarbeiter, größter Arbeitgeber in Barsinghausen und Umgebung – der ASB-Kreisverband Hannover-Land/Schaumburg hat in den 50 Jahren seit seiner Neugründung nach dem Krieg Großes erreicht. Dieses Jubiläum wurde am 14. September 2018 groß gefeiert.

Darauf ein ASB-Bier: ASB-Bundesgeschäftsführer Ulrich Bauch (links) gratuliert Jens Meier zum 50. Geburtstag des von ihm geführten Kreisverbandes Hannover-Land/Schaumburg.
Foto: ASB/S. Grabe

Seit September 1968 engagiert sich der Kreisverband mit Sitz in Barsinghausen nicht nur in der Region Hannover, sondern weltweit. Grund genug für einen Festakt und anschließende Party. Die rund 250 geladenen Gäste bekamen zur großen Jubiläumsfeier im Barsinghäuser Zechensaal viele nachdenkliche, würdigende und zugleich unterhaltsame Grußworte zu hören. "Einen derart lebendigen und quirligen Kreisverband gibt es kein zweites Mal!" konstatierte der ASB-Landesvorsitzende Manfred Püster. Die sozialen Dienstleistungen seien genau auf die Bedürfnisse der Bevölkerung vor Ort abgestimmt. Zudem identifizierten sich die ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter mit viel Leidenschaft mit dem eigenen Verband. Auch den selbst renovierten und betriebenen Bahnhof Barsinghausen, einem Veranstaltungsort für Kultur und zugleich Schulungs- und Weiterbildungsstätte der Samariter, hob er in seiner Rede hervor. Er sei "der schönste Kleinbahnhof", den er kenne, und ein "bundesweites Alleinstellungsmerkmal für den Arbeiter-Samariter-Bund".

Barsinghausen international: Katastrophenhilfe, Flüchtlingshilfe, Integration

ASB-Bundesgeschäftsführer Ulrich Bauch brachte als Geburtstagsgeschenk ASB-Bier mit besonderem gelbem Etikett mit und zollte dem Kreisverband für die vergangenen fünf Jahrzehnte erfolgreicher Entwicklung in Barsinghausen großen Respekt: "Ihre Leistungspalette – von der Krippe über die Altenhilfe bis hin zu Auslandseinsätzen – ist vorbildlich. Sie machen Ihre Arbeit nicht nur gut, Sie machen sie außergewöhnlich." Als Beispiel für das große Engagement des Kreisverbandes unter Geschäftsführer Jens Meier nannte er Sumte, den kleinen Ort im Landkreis Lüneburg, in dem die Barsinghäuser Samariter im Oktober 2015 kurzerhand bis zu 1.000 Flüchtlinge aufgenommen und betreut hatten. Und, so Bauch, dabei so erfolgreich gewesen seien, "dass die Weltpresse stetig darüber positiv berichtet hat."

Glückwünsche bekamen die Samariter darüber hinaus von der niedersächsischen Landtagsabgeordneten Claudia Schüßler (SPD). Sie gratulierte aber auch den Barsinghäusern, "die das Glück haben, in ihrer Stadt einen so starken, sehr gut vernetzten und verlässlichen Partner zu haben." Die Menschen bräuchten den ASB und sein Engagement "wie die Luft zum Atmen". Und fügte hinzu: "Der ASB ist mehr als eine Organisation. Schon aufgrund seiner Geschichte verkörpert er eine Werte- und Lebensgemeinschaft. Zu dieser Wertegemeinschaft gehört eben auch die Sorge und die Verantwortung für alle Menschen." Beim ASB werde Integration gelebt, mehr als 25 Prozent der Mitarbeiter im Kreisverband hätten einen Migrationshintergrund, stammten aus über 20 Nationen auf drei Kontinenten.

Neues Buch "Aus Barsinghausen in alle Welt"

Höhepunkt des Abends war die Vorstellung der Chronik "Aus Barsinghausen in alle Welt". Für dieses Buch hatte sich Wilhelm Müller, früherer ASB-Bundesgeschäftsführer und heutiges Präsidiumsmitglied, auf "Zeitreise" begeben. Er stellt darin unzählige Menschen vor und ihre Motive, sich für andere zu engagieren; er berichtet von scheinbar kleinen Ereignissen, die den Lauf der Dinge für die Samariter in der Region Hannover jedoch entscheidend verändert haben – und vor allem von vielen, vielen Einsätzen im In- und Ausland. Die Chronik ist ab sofort beim ASB für 15 Euro erhältlich.

 

Hier geht es zur Bildergalerie des Abends auf der Website des ASB Hannover-Land/Schaumburg:

50 Jahre ASB Hannover-Land/Schaumburg