Wünschewagen Niedersachsen

Alle Räder stehen still - bis mindestens 3. Mai

Ursprünglich hatte das niedersächsische Wünschewagen-Team gehofft, sein Spezialfahrzeug nach Ostern wieder "aus der Garage" holen zu können und wieder letzte Wünsche Sterbenskranker in Erfüllung gehen lassen zu können. Doch die andauernden Corona-Maßnahmen machen den Wunscherfüllern einen Strich durch die Rechnung: Noch mindestens bis zum 3. Mai wird es keine Wunschfahrten in Niedersachsen geben können.

Update. Noch immer stellt das Coronavirus das gesamte öffentliche Leben auf den Kopf, sorgt unter anderem für geschlossene Schulen und Geschäfte, verhindert Besuche in Altenheimen, Kliniken und Hospizen. Erst ganz bedächtig und Schritt für Schritt werden die ersten Lockerungen in Sachen Corona-Krisenmaßnahmen gewagt, wird diskutiert, wie die Rückkehr zu einem halbwegs normalen Alltag nach der Pandemie gelingen soll. Am Mittwoch, 15.4. berieten Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder, wie das öffentliche Leben wieder normalisiert werden kann. Folgen haben die Einschränkungen daher auch für das ASB-Herzensprojekt "Der Wünschewagen".

Sprecherin Julia-Marie Meisenburg: "Auch wenn uns das sehr schwer fällt: Bis zum 3.5. bleibt unser Wünschewagen in jedem Fall auf dem Hof stehen. Mehrere Fahrten mussten wir daher leider absagen. Aber natürlich planen wir hinter den Kulissen bereits, unter welchen Umständen wir im wahrsten Sinne des Wortes 'wieder Fahrt aufnehmen', welche Herzenswünsche Sterbenskranker zeitnah realisiert werden können."

Das Wünschewagen-Team wird voraussichtlich noch stärker als bisher fallweise entscheiden müssen, welche Wünsche überhaupt derzeit umgesetzt werden können. Meisenburg: "Sobald sich die Bundesregierung, beziehungsweise das Land zu Lockerungen geäußert hat, werden wir einen konkreten Kriterienkatalog entwickeln und klären, welche Wunschfahrtanfragen unter welchen Umständen stattfinden können." Voraussetzung für die Wunscherfüllung sei aber natürlich auch, dass sich ehrenamtliche Wunscherfüller finden, die die jeweiligen Fahrten begleiten. Die Projekt-Sprecherin: "Aus zahlreichen Gesprächen mit unseren Ehrenamtlichen wissen wir aber, dass viele von ihnen nur darauf warten, endlich wieder auf Wunschwegen unterwegs und für Todkranke da sein zu können. Für so viel Engagement bedanken wir uns von Herzen!"