Einsatz an der Ahr

Der ASB-Landesverband entsendet Kräfte in das Katastrophengebiet

Die Samariter*innen aus Niedersachsen befanden sich seit letztem Mittwoch in Bad Neuenahr – Ahrweiler im Einsatz. Das malerische Weinbaugebiet erschien von dort, wo die Einsatzkräfte ihr Lager bezogen hatten sehr idyllisch, doch direkt in der Altstadt von Ahrweiler zeigte sich ein Bild des Grauens.

Beeindruckt von den weitreichenden Zerstörungen, die die Ahr während der Sturzflut hinterlassen hatte, gingen die Samariter*innen zur psychosozialen Betreuung mit ausgebildeten Einsatzkräften ins Einsatzgebiet. Aber auch für das sanitätsmedizinische Personal gab es alle Hände voll zu tun. Kleine Wunden der zahlreichen privaten Aufräumhelfer wollten versorgt werden und auch Tetanusschutzimpfungen wurden vor Ort aufgefrischt. Ferner verteilten die ASBler FFP-2-Masken und Schutzbrillen gegen die Staubentwicklung, die sich durch die trocknenden Schlammmassen entwickelt hatten. Auch Medikamente und weitere Hilfen organisierten die niedersächsischen Helfer, hier vor allem für die ältere Bevölkerung.

Der ASB-Landesverband Niedersachsen war mit einem sogenannten „Betreuungsplatz 500“ vor Ort und setzte bis zum 01. August insgesamt rund 144 Einsatzkräfte ein.

Der Leiter der Oldenburger Samariter vor Ort, Christian Peters, berichtet, dass die Schäden an Infrastruktur und Gebäuden unglaublich sind: „Dieser Einsatz war eine Herausforderung. Die Zerstörungen um Ahrweiler haben in der Innenstadt ein unfassbares Ausmaß. Aber ich bin fasziniert über die Menschen vor Ort, die einfach so tapfer anpacken, um ihre Heimat zu reparieren. Und ich bin dankbar (glücklich), dass wir ein wenig dabei helfen konnten.“

Kevin Atkins, ein Osnabrücker Samariter berichtet: „Sehr viele Menschen haben unvorstellbare Verluste erlitten, einige Familienmitglieder, Freunde oder Nachbarn verloren. Durch unsere ehrenamtliche Arbeit konnten wir helfen, das Leid etwas zu mildern. Neben der medizinischen Hilfe waren viele Betroffene auch einfach für ein offenes Ohr dankbar.“

Christopfer Thompson, der Leiter der Hildesheimer Samariter vor Ort berichtet: „Es ist nicht zu fassen, mit welcher Gewalt das Wasser hier gewütet hat. Der Zusammenhalt der gesamten Helferschaft ist trotz dieser tragischen Situation beeindruckend. Alle Leute packen hier an und nehmen dankbar unsere Angebote an.“

Der ASB-Landesverband Niedersachsen ist dankbar für den Einsatz der Samariter*innen.