MIT – Migration, Inklusion & Teilhabe

Die Begriffe Teilhabe und Inklusion bedeuten sozio-politisch generell die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Der ASB setzt sich dafür ein, Menschen mit Migrationshintergrund, einer Behinderung oder einer sozialen Schwächung diese Teilhabe zu erleichtern.

Konkrete Maßnahmen können zu einer Stärkung der Stellung der Menschen mit Migrationshintergrund in der deutschen Gesellschaft beizutragen.
Foto: ASB/Stefanie Loos

Deutschland ist seit Jahrzehnten ein Einwanderungsland und war dies somit schon lange vor der Fluchtbewegung der letzten Jahre, die vom Terror und Krieg im Nahen Osten ausging. Durch diese Flucht entstanden für den ASB jedoch neue Aufgaben in der Integration. Der ASB "bietet seine Hilfe ohne Ansehen der politischen, ethnischen, nationalen oder religiösen Zugehörigkeit an" — diese Worte aus unserem Leitbild leben wir auch.

Von August 2015 bis März 2017 betreute der ASB Niedersachsen Tausende von Geflüchteten in Unterkünften des Landes und der Kommunen. Auch jetzt ist es uns wichtig, aktiv dazu beizutragen, dass Integration gelingt — ob die von Geflüchteten oder von Menschen, die schon länger hier leben.

Von Integration profitieren alle Menschen

In vielen sozialen Bereichen ist es eine Herausforderung, Nachwuchs zu gewinnen — zum Beispiel in der Pflege, im Rettungsdienst oder im Ehrenamt. Geflüchtete Menschen, die ihre Heimat und ihre alten Aufgaben verloren haben, haben hier oft weniger Berührungsängste. So werden in Syrien alte Menschen traditionell hoch geschätzt. Integration schafft hier eine Win-win-Situation. In Hildesheim werden zwei Geflüchtete ab Sommer 2017 in der Tagespflege-Einrichtung und im Betreuten Wohnen als zusätzliche Betreuungskräfte eingesetzt werden können. Im Rahmen des ASB-Projektes "Schutzsuchende als Lebensretter" können Geflüchtete zum/zur Rettungshelfer(in) oder Rettungssanitäter(in) ausgebildet werden. Das Projekt "Mach MIT" hingegen soll Jugendliche mit Migrationshintergrund dazu ermutigen, sich beim ASB gesellschaftlich zu engagieren.

In Bad Harzburg ist das Beratungsbüro des ASB Northeim/Osterode Anlaufstelle für Migrantinnen und Migranten. Das Team ist mehrsprachig (Deutsch, Englisch, Arabisch, Kurdisch, Persisch). Es hilft oder kann zumindest Hilfe vermitteln, denn es ist eng vernetzt mit anderen Beratungsstellen und Diensten. Das Angebot reicht zum Beispiel von Hilfe bei der Kommunikation mit Behörden, Banken, Unternehmen oder Vermietern über Begleitung bei Arztterminen und Fahrstunden bis hin zu Unterstützung beim Kauf eines Autos oder von Möbeln sowie der Vermittlung von Freizeitangeboten.

Eine weitere Gruppe, für die Angebote zur Teilnahme an der Gesellschaft geschaffen werden, sind Menschen mit Behinderungen. Ob in der Pflege oder im Fahrdienst: Der ASB engagiert sich seit vielen Jahren und wirbt für eine Verbreiterung der Angebote im Bereich der Inklusion.

Als gemeinnütziger Verein sieht der ASB außerdem eine Verantwortung, sich für sozial schwächer gestellte Menschen einzusetzen. Niedrigschwellige Angebote sollen Menschen mit verschiedenen Hintergründen zusammenbringen und Begegnungen ermöglichen, zum Beispiel in der Arbeiter-Samariter Jugend.