ASB-Lehrkräfteausbildung soll unkomplizierter werden

Ehrenamtliche Mitarbeiter zu finden, die Erste-Hilfe-Kurse leiten, ist für Hilfsorganisationen wie den ASB oft eine Herausforderung. Das war ein zentrales Thema beim Treffen des ASB-Fachkreises Breiten- und Sanitätsausbildung. Experten aus 16 ASB-Landesverbänden waren beim Kreisverband Nienburg zu Gast.

Insgesamt ist es heute schwer, Menschen für das Ehrenamt zu begeistern, auch weil viele den zeitlichen Aufwand scheuen. Jens Sewohl, Landesausbildungsleiter des ASB Niedersachsen: "Dem ASB ist eine hohe Qualität der Erste-Hilfe-Ausbildung sehr wichtig. Daraus ergeben sich zwangsläufig hohe Ansprüche an die ehrenamtlichen Lehrkräfte. Aktuell ist es gar nicht mehr so einfach, Menschen zu finden, die bereit sind, diese Vorgaben zu erfüllen."

Michael Sonntag, Referent für Breiten- und Sanitätsausbildung des ASB-Bundesverbandes, erklärt, was der Fachkreis deshalb plant: "Wenn wir unsere künftigen Ausbilder für ihre Aufgabe schulen, möchten wir das in Zukunft insgesamt unkomplizierter machen, modularer aufbauen – zum Beispiel an den Wochenenden anstatt an mehreren Tagen am Stück. Außerdem wollen wir ermöglichen, dass Teilnehmer sich früher als bisher spezialisieren können. Manche wissen ja von vornherein, dass sie später ganz bestimmte Bereiche lehren möchten."

Außerdem im Fokus des Fachkreises stehen Absolventen des Freiwilligen Sozialen Jahres. Um Menschen für ein FSJ in der ASB-Breitenausbildung (also als Erste-Hilfe-Ausbilder) zu gewinnen, wollen die Samariter noch mehr als bisher die Vorteile hervorheben. Wer Erste-Hilfe-Kurse geleitet hat, der hat erfahrungsgemäß z.B. später im Studium oder Beruf viele Vorteile. So fällt es viel leichter, vor zahlreichen Menschen zu sprechen oder anderen etwas beizubringen.

Gastgeber Jens Sewohl hält die Pläne für sehr sinnvoll. Für 2019 planen die Experten nun eine Testphase der neuen sogenannten modularisierten Ausbildung. ASB-Bundesvorstand und -ausschuss werden dann über die Umsetzung entscheiden.